SLV

17.11.2024

Mentor:innenfest 2024

60 Mentorinnen und Mentoren kamen am Samstag, den 16.11. zum diesjährigen Mentor:innenfest mit Kaffeeklatsch und Fortbildung ins Dotty’s. An der ausgelassenen und fröhlichen Stimmung war abzulesen, dass dieses Format gerne angenommen wird. Alle waren in kürzester Zeit im Gespräch mit ihren Nachbar:innen oder Mentor-Kolleg:innen der gemeinsamen (neuen) Einsatzschule oder mit Fördermitgliedern am Büchertisch. Von bisher 35 neuen Mentor:innen waren knapp die Hälfte anwesend und fühlten sich von langjährigen Mentor:innen gut aufgenommen.

Nach einer kurzen Begrüßung der Vorsitzenden Birgit Krekeler, einigen Hinweisen zu Neuerungen im Verein und der „Ehrung“ und Beglückwünschung von zwei Mitgliedern, die bereits seit 15 Jahren als Mentorin und Mentor tätig sind, begann um 16.00 Uhr der Höhepunkt der Veranstaltung, die Lesung von und Diskussion mit der Migrationsexpertin, Trainerin, Moderatorin und Kommunalbeamtin Souad Lamroubal.

Die Deutsch-Marokkanerin hat in ihrem Buch „Yallah Deutschland, wir müssen reden“ mit ihrem Erfahrungshintergrund als Tochter von Gastarbeiter:innen und als langjährige Beamtin in kommunalen Ausländerbehörden das Spannungsfeld zwischen Hiergeborenen und Zugezogenen ausgelotet und ist dem Zusammenleben auf den Grund gegangen: aufschlussreich, witzig, pointiert und auch provozierend.

Ziel ihrer Arbeit ist die Schaffung von migrationsfreundlichen Behördenstrukturen durch nachhaltige interkulturelle Öffnung und damit die Chancengleichheit für alle Menschen, unabhängig von der jeweiligen Migrationsgeschichte.

Mit dem eindrucksvollen Kurzfilm „Ein Versprechen, das alles ändert“ (YouTube), der u.a. die Zerrissenheit von Kindern aus Einwanderer- oder Flüchtlingsfamilien zwischen den Ansprüchen der Eltern, den Integrationsanforderungen der deutschen Gesellschaft und ihren eigenen Wünschen thematisiert, mit kurzen Passagen aus ihrem Buch und vor allem mit ihrer Zugewandtheit hatte sie alle Zuhörer:innen auf Ihrer Seite und innerhalb kürzester Zeit in einer spannenden Diskussion, in der alle Wortmeldungen Gehör fanden. Andersartigkeit zu akzeptieren, aber nicht überzubetonen, Vielfalt als Normalität anzuerkennen und zu leben, Kinder dabei zu unterstützen, ihre eigene zu Identität finden, konnten wir u.a. als Fazit aus der Veranstaltung mitnehmen.

Es war eine sehr anregende und aktuelle Weiterbildung, wie der große Applaus und viele mündliche und schriftliche Rückmeldungen gezeigt haben. Mit letzten Fragen, Diskussionen und einem kleinen Imbiss ging das Fest zu Ende.

Wir danken der Stiftung Pfennigsdorf, die mit einer großzügigen Spende ermöglicht hat, dass wir in diesem und auch in den kommenden Jahren Fest und Fortbildungen für eine wachsende Anzahl von Mentor:innen ausrichten können.